Esther Hars
Esther Hars
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Lehrstuhl für endogene Geodynamik
Projekt: Hydrothermale wirtschaftliche Ressourcen in magmatischen Umgebungen (HERMES)
Das Verständnis der Transfermechanismen von Fluiden ist von grundlegender Bedeutung für die Rekonstruktion des Wärme- und Stoffaustausches auf der Lithosphärenskala. Dennoch sind die allgemeinen Zusammenhänge zwischen tektonischen, magmatischen und hydrothermalen Prozessen in einem zeitlich eingegrenzten Kontext in Subduktionsregionen nach wie vor unklar. Porphyrisch-epithermale Lagerstätten können sich als Resultat dieser Prozesse bilden und stellen eine wichtige globale Ressource für zahlreiche Metalle dar (z. B. Cu, Mo, Au, Ag).
Um ein kohärentes Modell für die Bildung porphyrisch-epithermaler Lagerstätten zu entwickeln, werden im Rahmen des HERMES-Projektes die zeitlichen Beziehungen zwischen dem lokalen und regionalen Stressregime, den magmatischen Intrusionen und der hydrothermalen Mineralisation im Nordosten Griechenlands (Westthrakien, Samothraki) untersucht. Mittels Spurenelementdaten sowie stabilen und radiogenen Isotopendaten von Sulfid- und Silikatmineralen in Verbindung mit Gesamtgesteinsanalysen werden die verschiedenen Magmen-, Fluid- und Metallquellen definiert. Die Untersuchung zahlreicher Prozesse und Parameter (z. B. fraktionierte Kristallisation, Assimilation, Fluid- und Metallgehalt, Freisetzung von Fluiden) wird Aufschluss über die Magmaentwicklung und das Erzbildungspotential dieser Magmen liefern. Die tektonischen, magmatischen und hydrothermalen Ereignisse werden durch hochpräzise Altersdatierung in einen quantitativ zeitlichen Kontext gestellt.